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Pressemitteilung:

Sankt Augustin, 04. Februar 2012

SPD stellt sich in der Frage der Siegmündung hinter die Meindorfer Bevölkerung

Schulterschluss zwischen der Fraktion und dem Ortsvorsteher zum Erhalt der Naherholung
Schwer beeindruckend empfand die gesamte anwesende Mannschaft der SPD aus dem Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschuss gestern die Klarheit und „Abstimmung mit den Füßen“ der Meindorfer, als in der Versammlung des Bürgervereins Meindorf zur Rettung der Naherholung an der Sieg debattiert wurde.

In großer Einigkeit nach der Versammlung folgte die SPD-Fraktion dem Vorschlag von Uwe Karp (direkt gewähltes SPD-Ratsmitglied aus Meindorf), sich im Schulterschluss mit dem SPD-Ortsvorsteher Heinz-Willi Schäfer für eine Verlagerung des Entwicklungskorridors der Sieg weg von Meindorf einzutreten. Dies entsprach auch den Vorberatungen, die in der Fraktion bereits intensiv geführt worden waren, dass sich die Sieg in dem verlagerten Korridor ebenfalls entfesseln und sich so zu einem naturnahem Gewässer entwickeln kann.

So soll nach Vorstellungen der SPD der Korridor in seiner südlichen Grenze nur bis zum bestehenden Fuß- und Radweg entlang der Sieg sich entwickeln und so der „Sommerdamm“ bis zum „Hühnerhaus“ erhalten bleiben, der auch als wichtige Hochwasserschutzbarriere sich bewährt hat. „Eine Verlagerung des Korridors auf die andere Seite der Sieg nach Troisdorf würde dort eine Entwicklung zu nah an die Meindorfer Bebauung sicherstellen und in Troisdorf wäre es im Wesentlichen landwirtschaftliche Fläche, die betroffen sei. Da muss sicher mit den Bauern eine Lösung gesucht werden, die im Kern sicherlich aber einfacher ist, als so nah an die Wohnbebauung den Fluss sich entwickeln zu lassen mit allen möglichen negativen Konsequenzen“, so Karp.

Karp weiter dazu: „Durch die Festsetzung des Fuß- und Radwegs als Korridorgrenze wäre auch der Erhalt der Naherholungsflächen mit allen Einrichtungen des Spielplatzes, Grillplatzes und den Wegeverbindungen im Naherholungsgebiet gesichert.“ Eine Verlagerung des Sportplatzes wäre noch weiterhin zu prüfen, wenn dies nun doch möglich erscheint, aber dann nur innerhalb Meindorfs, da ein Verlegen an eine andere Stelle im Stadtgebiet das langfristige Aus für den FC Adler Meindorf bedeuten könnte. Beim Umzug des FC Adler Meindorfs müssten aber für den Grillplatz weiterhin Toiletten und Strom zur Verfügung stehen.

Marc Knülle, SPD-Fraktionsvorsitzender und Vorsitzender des Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschuss, machte deutlich, dass in der nächsten Sitzung im März das Thema erneut auf die Tagesordnung muss und er dies so veranlassen werde. „Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Politik in der Pflicht ist, vorerst die „Handbremse“ zu ziehen in der Angelegenheit zum Schutz der Meindorfer Bevölkerung. Durch die Verlagerung des Korridors ist ein idealer Lösungsansatz gefunden, der den Belangen der Natur hervorragend entsprechen kann und gleichzeitig das Miteinander mit den Menschen sicherstellt,“ so Knülle.

Schwer enttäuscht zeigten sich die SPD-Vertreter aus dem UPV zur Haltung der Bürgermeister Schumacher (CDU) Verwaltung. Immerhin waren die Pläne, die den Meindorfern gestern vorgestellt worden waren, in Arbeitsgruppen und Lenkungsgruppen des Regierungspräsidenten beraten und beschlossen worden, in der die Verwaltung zur Wahrnehmung der Sankt Augustiner Interessen vertreten ist. Schumachers Verwaltung hat jedem einzelnen Punkt zugestimmt und wie auch schriftlich ausgeführt, diese nachdrücklich unterstützt. Auch bei den immer wieder klar gewordenen Wissenslücken der Vertreter des RPs zeigte sich, dass die Verwaltung als „Experte“ für Sankt Augustin sich scheinbar nicht ausreichend der Sache angenommen hat, um den Kollegen aus Köln die notwendigen Hinweise zu geben. Auffallend war auch, dass Bürgermeister Schumacher dem Abend des Bürgervereins fernblieb, der sonst zum schönen Karneval immer in Meindorf auftretende Bürgermeister blieb fern, obwohl in Meindorf die „Halle brannte“. Schade, dass, wenn es um kritische Debatten geht, der Bürgermeister kneift.


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