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Pressemitteilung:

Sankt Augustin, 31. Juli 2010

Diskussion über Personalausstattung von Jugendämter ist nicht zielführend

Die SPD Sankt Augustin trauert wie viele um das Mädchen aus Bad Honnef, das in den vergangenen Tagen zu Tode gekommen ist. Dies nun zum Anlass zu nehmen über die Personalausstattung der Jugendämter im Rhein - Sieg – Kreis zu diskutieren ist jedoch der falsche Zeitpunkt.

Besonders für Sankt Augustin lässt sich sagen, dass das Jugendamt hervorragende Arbeit leistet und dass mit Blick auf die frühen Hilfen hier wichtige Grundsteine in der Vergangenheit gelegt worden sind. Die derzeitige Entwicklung in der Stadt zeigt, dass alle Akteure bereits an einem verbesserten Aufsichtskonzept in Sankt Augustin arbeiten.

"Vergleiche wie die Zahl der Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen mit der Personalquote in Jugendämter zu ziehen ist eine falsche Konsequenz", so Denis Waldästl. "Viel wichtiger ist der Ausbau der präventiven Kinder- und Jugendarbeit, zum einen für die Entwicklung der jeweiligen Persönlichkeit, aber auch um auf Probleme rechtzeitig aufmerksam zu werden. Auf der anderen Seite muss die Effizienz der Arbeit durchleuchtet werden, welche Aufgaben vom Jugendamt selbst und welche besser von Streetworkern oder dem Bezirkssozialdienst aufgenommen werden können", so Waldästl.

"Richtig ist, dass in Zeiten von leeren Haushaltskassen gespart werden muss. Richtig ist, dass Kürzungen im Kinder, Jugend und Bildungsbereich höhere Folgekosten produzieren, richtig ist aber auch, dass nur mehr Personal in Jugendämter ein eventuelles Aufsichtsproblem nicht löst, sondern dass hier gezielte Schulungen und eine effizientere Aufgabenverteilung weiterhelfen", sagt Waldästl abschließend.


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