Meldung:
Sankt Augustin, 05. Juni 2009
SPD begrüßt mit Freude das Ergebnis der Elternbefragung zur Gesamtschule
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Marc Knülle, SPD Fraktionsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat: “Die SPD-Fraktion hat lange um die Elternbefragung durch die Stadt kämpfen müssen. Darum freuen wir uns, dass die Elternbefragung so viel Rücklauf hatte und die Eltern ihren Willen klar zum Ausdruck gebracht haben.“
Das eindeutige Ergebnis für einen Vollbedarf an einer Gesamtschule ist eine Ohrfeige für die CDU/FDP und ihrem Bürgermeister. Der Elternwille, der seit Jahren unterdrückt und per Abstimmungen mundtot gemacht wurde, steht nun fest als klare Aussage der Eltern. Die klare Aussage der Eltern benötigt nun klare Antworten der Stadt. Alle Verunsicherungsversuche der CDU unter ihrem Vorsitzenden Schumacher hatten keinen Erfolg. Daran änderte auch eine großformatige Anzeige nichts.
Die Ergebnisse der Elternbefragung sind so weitreichend eindeutig, dass nun mit allen Beteiligten über das „Wie“ der Umsetzung des Auftrags der Eltern beraten werden muss. Sinnvoll sind eine Sondersitzung des Schulausschusses in der nächsten Woche noch vor der Stadtratssitzung und die Gründung eines Unterausschusses zur Fortschreibung des Schulentwicklungsplans in enger Kooperation mit den Schulleitern.
Kritik muss an der bisherigen Informationspolitik der Stadt angebracht werden dürfen. Nicht nur die lange Auswertungszeit der Elternbefragung ist zweifelhaft, sondern auch die Weigerung den Oppositionsparteien die Ergebnisse mitzuteilen. Noch Dienstagmittag hat Schumacher persönlich bestritten, Informationen zu den Ergebnissen zu haben, lädt aber gleichzeitig zu einer Pressekonferenz für Mittwochnachmittag ein. Sogar die Akteneinsicht wurde den Oppositionsparteien verwährt. Dies erscheint als ein Versuch der Aushebelung der Demokratie, die Ladungsfrist verstreichen zu lassen, um der Opposition die Antragsmöglichkeiten zur nächsten Ratssitzung am 17.06.09 zu verwehren.
Zur Umsetzung des Elternwillens für eine Gesamtschule ist eine interkommunale Lösung und die Einbeziehung der Stadt Siegburg weiter eine Option. Auch die Frage nach einem freien Träger für die Schule muss geklärt werden.
Die rasche Vorlage der Verwaltung wie die Umsetzung aussehen soll, die angekündigte Tischvorlage zeigt einmal mehr, dass die Verwaltung nicht konzeptionell arbeitet. Jetzt einfach Schulen für die Umwidmung zur Gesamtschule zu jonglieren ohne mit den Experten genau die vielen Rahmenbedingungen intensiv zu beraten ist nicht eine verantwortliche Politik
Die Ergebnisse der Befragung sind in die Schulentwicklung mit aufzunehmen und entsprechend muss gehandelt werden. Starke Schulen sind zu ergänzen in Ihrer Ausrichtung und das Schulangebot muss erweitert werden. Ein faires Anmeldeverfahren wird notwendig werden. Der Elternwille darf nicht weiter bombardiert werden! Die Anmeldung muss 4 Wochen vor den normalen Schulen und 2 Wochen vor den anderen Gesamtschulen beginnen und auch rechtzeitig abgeschlossen sein, damit keine Unsicherheiten für die Eltern bestehen. Hier darf nicht weiter taktiert werden! Ein neutraler Tag der offenen Tür für die noch nicht existente Gesamtschule ist zur Information anzubieten. Die Frage einer integrativen Gesamtschule ist in der Endphase der Gestaltung der Schule durch die Experten zu beraten und zu klären.






