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Pressemitteilung:

Sankt Augustin, 03. Mai 2009

SPD informiert Eltern zum Thema Gesamtschule

Infoveranstaltung + Flugblattaktion
Das neue Logo der SPD Sankt Augustin
Die SPD Sankt Augustin hat in einer Informationsveranstaltung rund 20 Eltern und Interessierte zum Thema Gesamtschule informiert. In der Diskussion mit den fachkundigen Referenten Frank Sauerzweig (SPD Fraktionsvorsitzender in Siegburg) und Jochen Herchenbach (Gesamtschuldirektor in Hennef) wurde deutlich, dass es keine Verunsicherung der Eltern, wie durch die Anzeige der CDU geschehen, geben darf. Auch der Fragebogen ist aus Sicht der Experten unzureichend. "Die Eltern werden hier durch insgesamt 13 Fragen vom Wesentlichen abgelenkt und irritiert", so der stv. SPD Vorsitzende Denis Waldästl. Nur die Antwort auf die Frage 1 im Fragebogen ist entscheidend. "Wer für sein Kind oder andere Eltern die Ergänzung der Sankt Augustiner Schullandschaft mit einer Gesamtschule möchte, muss hier JA ankreuzen", so Waldästl.

Damit diese Botschaft auch bei den Eltern ankommt, hat die SPD Sankt Augustin am heutigen Donnerstagmorgen vor allen Grundschulen im Stadtgebiet auf diese Problematik hingewiesen. "Wir wollen den Eltern keinen Sand in die Augen streuen, sondern ganz klar sagen, was angekreuzt werden muss, damit es in die Bedarfauszählung hineinfällt", erklärt Waldästl.

Jochen Herchenbach und Frank Sauerzweig machten bei der Veranstaltung indes deutlich, dass die Stadt Sankt Augustin von einer Gesamtschule sowohl als Standortfaktor, als auch von der Wirtschaftlichkeit her profitieren würde. Für jeden Schüler erhält die Kommune finanzielle Schlüsselzuweisungen vom Land. Hierbei sind die Multiplikatoren das Entscheidende, der bei der Gesamtschule bei 219 % liegt. Die Kosten, die für einen Neubau entstehen würden, lassen sich also langfristig refinanzieren.

"Die Verunsicherung der Eltern hilft niemanden weiter. Wir wollen ein Schulangebot, dass dem Bedürfnis der Eltern entspricht und ein vollständiges Angebot aller Schulformen, auch der Gesamtschule", so Waldästl. "Zudem kann eine Gesamtschule sehr wohl auch einen Ganztagsbetrieb erhalten, indem man freie Träger für die Übermittagbetreuung und das Nachmittagsangebot mit einbindet", weiß Waldästl. "Man muss deutlich differenzieren zwischen Ganztagsschule und Ganztagsunterricht. Letzteres wird von der Landesregierung nicht gewollt, der Rest ist in einem Kraftakt aus freien Trägern und Kommune möglich", so Waldästl.

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