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Pressemitteilung:

Sankt Augustin, 05. März 2009

Mitbestimmung von Jugendlichen in Sankt Augustin stärken

Jusos fordern einen Jugendstadtrat
Die Jusos Sankt Augustin setzten sich für die Einrichtung eines Jugendstadtrates Sankt Augustin ein. Dieses hat der SPD – Nachwuchs in seiner letzten Mitgliederversammlung beschlossen. „Wir wollen mehr Mitbestimmung von Jugendlichen auf kommunaler Ebene auch in Sankt Augustin. Vorbilder wie der Jugendstadtrat in Solingen müssen auf die Bedürfnisse der Stadt übertragen und umgesetzt werden“, fordert Juso-Vorsitzender Denis Waldästl.

Mit der Gründung des Jugendstadtrates soll ein neues Kapitel der Mitbestimmungsmöglichkeiten von Jugendlichen in Sankt Augustin eingerichtet werden. Das Kinder- und Jugendparlament hat ausgezeichnete Arbeit geleistet, wird aber von vielen Jungendlichen zwischen 13 – 18 nicht mehr als zeitgemäß betrachtet. Der Schritt mit der Einrichtung eines Kinder- und Jugendrates war richtig, doch nun müssen weitere folgen. Wie schon mit der Initiative für ein „Politischen Jugendzentrum“ in 2008 wollen wir die Möglichkeiten junger Menschen stärken und sie zum Mitmachen an der Kommunalpolitik auch außerhalb von Parteien aktivieren.

„Für uns ist es daher selbstverständlich, dass ein Mitglied des Vorstandes eines solchen Jugendstadtrates als beratendes Mitglied in den Jugendhilfeausschuss aufgenommen wird und auch in anderen Ausschüssen, wo Belange Jugendlicher tangiert werden, ein Rederecht erhält,“ erklärt Waldästl.

Das Projekt Jugendstadtrat Sankt Augustin kann nach Meinung der Jusos Sankt Augustin nur dann erfolgreich sein, wenn alle Beteiligten aus Politik, Verwaltung und Jugendlichen an einem Strang ziehen und wenn ein klarer Schnitt zu den bisherigen Strukturen geschaffen wird. „Wir setzen uns daher dafür ein, dass bei der Wahl zum ersten Jugendstadtrat Sankt Augustin eine Wahlmöglichkeit für alle in Sankt Augustin lebenden Jugendlichen existiert. Wir wollen keine Wahlen von Delegierten in Schulen, Vereine und Jugendeinrichtungen, sondern die Durchführung einer demokratischen Wahl, um auch den Jugendlichen die Möglichkeit zu bieten, Verantwortung zu übernehmen,“ so Waldästl.

Die Wahl sollte nach dem Solinger Modell ablaufen, indem in allen Schulen und Jugendeinrichtungen Infoveranstaltungen oder Unterrichtsstunden zu der neuen Mitwirkungsmöglichkeit stattfinden. Danach sollen die Jugendlichen aufgefordert werden sich zu Bewerben und vorzustellen, was dann auf einer Homepage veröffentlicht wird. Zum Abschluss gibt es dann einen Wahltermine an mehreren Tagen, wo in Schulen und im Rathaus die Möglichkeit der Stimmabgabe besteht.

„So ist aus unserer Sicht die höchst mögliche Legitimation eines Jugendstadtrates gegeben, der dann auch weitere Kompetenzen außer dem Anhörungsrecht in Ausschüssen erhalten muss“, stellt Waldästl fest. Dem Jugendstadtrat muss ein finanzielles Budget von der Stadt zur Verfügung gestellt werden, damit dieser Projekte und Öffentlichkeitsarbeit für und mit den Jugendlichen der Stadt umsetzen kann. „Die politische Teilhabe und Mitbestimmung von Jugendlichen in einem solchen Gremium darf am Ende nicht an den finanziellen Mitteln scheitern“, sagt Waldästl abschließend.

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