Pressemitteilung:
Sankt Augustin, 06. September 2008
Behörden lassen Jugendliche hängen, Schumacher hält sein Versprechen nicht!
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Bürgermeister Schumacher hatte den Sankt Augustiner Jugendlichen versprochen, dass spätestens Mitte September die Realisierung der neuen Skateranlage auf der Grünfläche neben dem Kreisel des Freibades fertig gestellt wird. Nun wird auch daraus nichts!
Nachdem die Verwaltung intern den Bauantrag am 6.6.2008 gestellt hatte, ist es beim notwendigen Beteiligungsverfahren zu erheblichen Verzögerungen gekommen. Auch scheint das Beteiligungsverfahren nicht direkt auf den Weg gebracht worden zu sein.
Vom Rhein-Sieg-Kreis mussten die Untere Wasserbehörde und die Untere Landschaftsschutzbehörde beteiligt werden. Insbesondere die Rückmeldung der Unteren Wasserbehörde verzögerte sich um Wochen. Scheinbar war das Amt über die Sommermonate nicht ausreichend besetzt.
So konnte nun erst kürzlich die Baugenehmigung erteilt werden. Die vorbereitete Ausschreibung soll nun im September erfolgen, damit Mitte Oktober bis Anfang November die Einweihung erfolgen kann, so die Verwaltung auf Rückfrage.
Marc Knülle: „Wenn man etwas zur Chefsache macht und insbesondere Jugendlichen etwas verspricht, dann sollte man auch als Behördenchef alles daransetzten, dass es eingehalten wird. Notfalls hätte von der Stadt dem Rhein-Sieg-Kreis auf die Füße getreten werden müssen. Immerhin müsste Herr Schumacher doch zu Herrn Kühn einen direkten Draht haben, als CDU Parteifreunde. Besonders vor dem Hintergrund der Vorgeschichte, wo sich die Stadtverwaltung öffentlich bei den Jugendlichen für ihre eigenen Fehler entschuldigte, ist die Angelegenheit besonders peinlich! Oh du lieber Augustin, kann man nur sagen. Hoffentlich läuft nun bei der Ausschreibung und Fertigstellung nicht noch Etwas schief.“
In der Jugendhilfeausschusssitzung im April dieses Jahres hatte sich die Stadtverwaltung öffentlich bei den jugendlichen Skatern entschuldigt für die Fehler, die gemacht wurden und die den Jugendlichen für über ein Jahr ihre Skateranlage vorenthalten hat.
Zuerst musste für die dringende Erschließung des Grundstücks MK1 im Juni 2007 die Skateranlage im Zentrum entfernt werden. Von dort sollte sie an die Alte Heerstraße, auf den Platz vor der Grundschule Pleiser Wald, verlegt werden. Als aber dafür die Planung völlig fehlerhaft war, wurde das Vorhaben gestoppt und die Skateranlage auf dem Bauhof eingelagert. Die Jugendlichen wurden von da an vertröstet. Dann in der Jugendhilfeausschusssitzung vom Herbst 2007 wurde die Planung modifiziert vorgelegt und beschlossen, eine Realisierung sollte kurzfristig erfolgen. Dies geschah aber nicht, da Anwohner sich über den möglichen Lärm beschwerten. Nachdem dann die Verwaltung die möglichen Lärmimissionen überprüfte, musste festgestellt werden, dass eine Lärmschutzwand gebaut werden müsste. Wieder hatte die Verwaltung Fehler gemacht. Nun würde die Planung zu teuer und hinter eine Wand wollte man keine Jugendeinrichtung platzieren. So wurde nach langem Hin und Her entschieden, einen neuen Platz zu realisieren und zwar am Freibadkreisel. Für den Übergang sollte die Skateranlage im Sommer 2008 wieder im Bereich des Grundstücks von MK1, welches immer noch nicht bebaut wurde, als Provisorium aufgestellt. Nun sollte Mitte September die neue Anlage in Betrieb gehen. Aber auch jetzt wieder ist die unendliche Geschichte von Pleiten, Pech und Pannen nicht zu Ende.






