Pressemitteilung:
Sankt Augustin, 24. Januar 2008
SPD bringt Flächennutzungsplan mit auf den Weg - Naherholungsflächen sollen aufgewertet werden
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Im zur Beratung vorgelegten Vorentwurf des Flächennutzungsplanes (FNP) wurde das Dreieck in Hangelar, Beueler Straße in Höhe der Haltestelle der Stadtbahnlinie 66, als Wohnbaufläche dargestellt. Wir sehen die Ausweisung in diesem Dreieck als willkürlich an. Sie wäre städtebaulich nicht vertretbar. Der klare Ortsrand, begrenzt durch die Bahntrasse und die Beueler Straße, würde gestört, quasi „ausgefranst“. Die Fläche ist durch ihre Lage unmittelbar an den Gleisen der Linie 66 stark durch Immissionen belastet, daher für Wohnbebauung absolut ungeeignet. Unsere Einwendungen wurden außer Acht gelassen. So bleibt das Dreieck als Wohnbaufläche im FNP verzeichnet.
Die SPD lehnt die Umgehung der Pleisbachstraße in Niederpleis durch eine so genannte „Querspange“ von der L121 zur L143 ab. Eine „Querspange“ löst die aktuellen Verkehrsprobleme nicht, aber stört den Grünkorridor der Pleisbachaue empfindlich. Wir haben vorgeschlagen zu prüfen, ob zwischen Dambroich und Birlinghoven ein Autobahnanschluss an die A3 realisiert werden könnte, um den hohen Anteil an Durchgangsverkehr von der Pleistalstraße auf die Autobahn zu leiten. Unsere Einwendungen wurden abgewiesen. Der konstruktive Lösungsvorschlag keiner Prüfung zugeführt.
Die Wohnbaufläche Maisfeld am Kreuzeck ist aus der Planung endlich gestrichen, aber was soll nun auf dem wertvollen Grün entstehen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger? Darüber konnte gestern im Umwelt-, Planungs- und Verkehrsausschuss noch keine Einigung erzielt werden. Eine verbindliche Lösung muss gefunden werden und im FNP festgeschrieben werden.
Unserem anfänglichen Votum, dem Vorschlag der Bürgeraktion Niederpleis zu folgen und "Grünfläche" oder "Fläche für den öffentlichen Bedarf" im FNP auszuweisen, um einen Stadtpark anzulegen, wurde nicht gefolgt. Einstweilen bleibt es bei der Ausweisung als landwirtschaftliche Fläche. Entscheidend war dabei auch für uns, dass die genaue Abgrenzung einer solchen "öffentlichen" Fläche noch diskutiert werden muss. Die Grünanlage müsste ja über die bisher strittige Fläche „Maisfeld“ sicher hinausgehen, z.B. den Waldstreifen zum Neuen Niederberg mit umfassen. Genauere Vorstellungen zur Gestaltung und Finanzierung (Ankauf der Fläche durch die Stadt u. a.) müssen entwickelt und diskutiert werden. Die Verwaltung hat, auf Anregung der SPD, vom Ausschuss den Arbeitsauftrag erhalten, die Möglichkeiten zu prüfen und Lösungen unter Mitbetrachtung der 9 Punkte, die die Bürgeraktion vorgelegt hat (Seite 110 der Sitzungsvorlage) zu finden. Eine möglichst zügige Erfüllung des Auftrages wurde von der Verwaltung zugesagt. Ob dann ein Stadtpark angelegt wird, oder etwas anderes "Grünes" mit Wegen und Bänken, ist jetzt noch offen.






