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Pressemitteilung:

Sankt Augustin, 29. Juli 2007

Nach dem Rückzug der Fachhochschule aus dem Bauvorhaben am Kreisel Zentrum West, sieht sich die SPD bestätigt in ihrer Position, die Veräußerung des Baulandes abzulehnen.

SPD beantragt Sondersitzung des Zentrumsausschusses des Rates der Stadt Sankt Augustin
Sankt Augustins Stadtentwicklungskonzept 2025 steht unter dem Leitbild Wissensstadt plus. Gemeint sind damit allgemeine Bildungseinrichtungen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, sowie Dienstleistungs- und Produktionsbetriebe mit hohem Wissenseinsatz. Im krassen Missverhältnis dazu steht nun die Funktion des geplanten Bauvorhabens im Zentrum zu diesem Konzept. 4 500 qm sollen von einem Modemarkt belegt werden und 2000 qm vom einem Schuhmarkt. Aus diesem Grund hat die SPD Fraktion schon in den Beratungen im März die Veräußerung des Grundstücks MK1 abgelehnt. Nun, da die Fachhochschule sich zurückzieht, ist auch das letzte Argument für die Veräußerung verloren gegangen. Die Fachhochschule Sankt Augustin zieht ihre Option zurück. Nach der ‚wissensorientierten Entkernung’ des Baukörpers kann das Projekt als verfehlt bezeichnet werden.

Aber noch ist nicht alles verloren. Die SPD zieht die Notbremse und beantragt eine erneute Beratung, ob es trotz der veränderten Sachlage bei der bisherigen Verkaufsentscheidung bleiben soll oder nicht. Hierzu besteht zur Zeit tatsächlich und rechtlich auch noch die Möglichkeit. Nach Mitteilung der Verwaltung ist der Kaufvertrag mit dem Investor nämlich noch nicht unterschrieben. Er befindet sich vielmehr immer noch in der Beratungsphase mit dem Investor und der zu beteiligenden Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft. Nicht zuletzt wegen dieser laufenden Beratungen kann mit der Überprüfung der Verkaufsentscheidung aber nicht bis zur nächsten Ratssitzung (am 19.9.2007) gewartet werden. Bis dahin könnte es zu spät sein, nämlich der Kaufvertrag unterschrieben. Eine Revision der Entscheidung dürfte dann nicht mehr ohne Schaden möglich sein. Das so genannte Filetgrundstück kann man nur einmal vergeben, ein Zurückbauen wird es nicht geben.

Helga Reese
Pressesprecherin

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