Pressemitteilung:
Sankt Augustin, 02. Mai 2007
Initiative für Mindestlöhne
![]() | |
Unsere europäischen Nachbarn haben mit der Einführung von Mindestlöhnen bereits gute Erfahrungen gemacht. 20 von 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben einen gesetzlichen Mindestlohn. Für die Einigung Europas ist die Akzeptanz Europas bei den Menschen eine wesentliche Voraussetzung. Dienstleistungsfreiheit und Arbeitnehmerfreizügigkeit erfordern einen fairen Wettbewerb, nicht den Wettlauf um die niedrigsten Löhne und die schlechtesten Arbeitsbedingungen.
In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg hatten wir das Ziel vor Augen: Unseren Kindern sollte es später einmal besser gehen. Sie sollten eine gute Bildung erhalten, gute Arbeitsplätze und eine gesicherte soziale Perspektive. Diese Erfolge müssen heute aufs Neue erkämpft werden.
Der Abstand zwischen Arm und Reich vergrößert sich. Viele Betriebe fordern nicht selten Lohnverzicht oder Mehrarbeit, um Arbeitsplätze zu sichern. Unternehmen, die ihre Entscheidungen in erster Linie am Börsenkurs und an den geringstmöglichen Arbeitskosten orientieren, entlassen Beschäftigte in großer Zahl.
Arbeit ist jedoch genug da.
Entscheidend ist, wie wir neue Beschäftigungsperspektiven schaffen und den Wandel der Arbeitswelt sozial gestalten.






