Pressemitteilung:
Sankt Augustin, 15. September 2006
SPD-Fraktion lehnt Pläne der Pareto GmbH zur Bebauung am Niederberg/Pleiser Wald ab.
In der gestrigen Bürgerinformationsversammlung konnten die Bebauungspläne der Kreisparkassen Tochter Pareto die Sozialdemokraten nicht animieren über ihre Grundsatzentscheidung noch einmal nachzudenken.
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Marc Knülle, (Fraktionsvorsitzender) war enttäuscht, dass man den Bürgern nicht genau gesagt hat was man vor hat. Die Unterlagen, die gestern den Pressevertretern ausgehändigt worden sind, sprechen von 130 Grundstücken. Davon alleine 7 für sogenannte Stadtvillen mit 3 Geschossen. Solche Stadtvillen sind vom gleichen Architekten auch schon am Bonner Rhein gebaut worden und beherbergen zwischen 12 bis 14 Wohnungen, das sind an die 100 Wohneinheiten. Dann sind die Häuser von der Größe her, so angelegt, dass, wie auf dem Niederberg, die meisten auch mit einer Einliegerwohnung versehen werden können. So kommt man leicht auf insgesamt 300 bis 350 Wohneinheiten (mindestens 230) und den entsprechenden 500-700 Autos. In der Versammlung hatte man den Bürgern leider ganz andere falsche Zahlen genannt: 130 Wohneinheiten und höchstens 180 Autos.
Bei der Versammlung ist man auch kaum auf die Hauptknackpunkte, die gegen eine Bebauung der Landschaft an der Stelle sprechen, eingegangen.
So sind Antworten auf die Problematiken:
- Einflugschneise (Platzrunde des Hangelarer Flugplatzes)
- Frischluftzufuhr vom Birlinghovener Wald für den untern Niederberg und Ort
- Stauwiesen und die Problematik für die Anwohner mit den volllaufenden Kellern
- Unzureichender Kanal zur Erschließung
- Erschließung des Wohngebiets und die damit verbundenen Verkehrsprobleme
- Netzbiotope entlang des Schleuterbachs
- Eingriff in den Naherholungsbereich von über 4000 direkt anliegenden Anwohnern
- Zersiedlung der Stadt und immer weniger Grünflächen, Stadt gilt schon als waldarm
- Schließen des wichtigen Grüngürtels und der Grüntrennung der einzelnen Stadtteile
- Fehlende ÖPNV Verbindungen aus dem Wohngebiet heraus
- Nicht vorhandene Nahversorgung für den täglichen Bedarf
- Fehlenden soziale Infrastruktur in Bezug auf Kindergärten usw.
- Mangelnde Finanzen bei der Stadt, um zusätzliche Strukturen zu installieren
an dem Abend gänzlich Fehlanzeige gewesen.
Marc Knülle:“ Mir ist nicht verständlich, wie die Kreissparkasse hier versucht mit allen Mitteln ein Bauvorhaben durchzudrücken, das gegen jede Vernunft von Stadtplanern spricht. Man kann nur hoffen, dass die CDU und FDP sich nicht berufen fühlen, dieser starken Lobby zu folgen. Erste Anzeichen lassen leider Schlimmes befürchten.“
Politik hat auch Verantwortung, daher werden wir einer Bebauung in einem ökologisch sensiblen Bereich und das in der Einflugschneise des Hangelarer Flugplatzes nicht zustimmen, so Marc Knülle.
Helga Reese
Pressesprecherin






