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Pressemitteilung:

Sankt Augustin, 19. September 2006

SPD-Fraktion berät Zukunft der Energieversorgung in Sankt Augustin

SPD-Fraktion beriet bereits zum zweiten Mal in diesem Monat über die „Zukunft der kommunalen Energieversorgung". Experten aus der Region wurden herangezogen, um die schwierige und wichtige Grundsatzfrage zu erörtern und zu beraten.
Stadtkämmerer, Herr Lehmacher, berichtete über die auslaufenden Konzessionsverträge für Gas-, Strom- und Wasserversorgung in den nächsten Jahren. Zur Zeit läuft die Neuausschreibung für die Gasversorgung. Noch besitzt die „rhenag“ die Konzession für das Augustiner Gasnetz. Er bestätigte, dass mehrere Anbieter ein Angebot eingereicht haben. Seit dem 1. September 2006 beschäftigen sich die zuständigen Stellen mit der Prüfung der Angebote und erstellen mit den Wirtschaftsprüfern der BDO einen Kriterienkatalog dazu. Die Angebote der Bewerber werden voraussichtlich im November und Dezember in den politischen Gremien diskutiert.
Die Stadtwerke Bonn haben neben den privaten Konzernen der Stadt Sankt Augustin ein Angebot unterbreitet zur Versorgung mit Gas, Wasser und Strom. Die explodierenden Energiepreise belasten zunehmend den Haushalt unserer Stadt. Es müssen deshalb Wege gesucht werden, Energie kostengünstig zu beziehen. Für die Energiepolitik der Zukunft müssen die Weichen gestellt werden und zwar nachhaltig zu Gunsten der Bürger.
Die Bonner Stadtwerke sind über die BRS Gesellschaft des Rhein-Sieg-Kreis neben der „rhenag“ und der Schwäbisch Hall ein weiterer Anbieter im Wettbewerb um die Sankt Augustiner Konzession. Herr Gansäuer stellte die Vorteile einer kommunalen Versorgung dar.
Herr Gleß machte deutlich, dass aus städtischer Sicht auch die Frage der ESA im Zentrum West geklärt werden muss. Die zentrale Energieversorgung für das Gebiet sei noch nicht ausgelastet.
Zur Bewertung der Energieversorgung darf nicht der kurzfristige Vorteil den Ausschlag geben. Sie muss auf Dauer angelegt sein mit einem verlässlichen Versorgungsunternehmen. Ein kommunales Unternehmen ist eine echte Alternative zu einem privaten Anbieter. Das private Unternehmen ist seinen Aktionären verpflichtet, das kommunale den Bürgern der Stadt.
Prof. Dr. Zemlin sagt: "Der Kunde kommunaler Unternehmen hat drei Vorteile: Gute Infrastruktur, marktgerechte Preise und einen zusätzlichen Mehrwert, weil er über die Beteiligung der Kommune Anteil hat und am Unternehmenserfolg beteiligt wird. So ist unsere Energie- und Wasserversorgung nachhaltig gesichert, preisgünstig und die Gewinne fließen in die Kommune zurück. Alle Bürger profitieren als 'Aktionäre' von unserer Arbeit."
Die Wasserversorgungsgesellschaft und ihre zukünftige Rolle im kommunalen Energiemarkt wurde von Herrn Roth dargestellt. Wasser ist das bedeutendste was die kommunale Hand derzeit inne hat. Man könne Wasser auch nicht aus der weiten Ferne beziehen wie Strom und Gas, Wasserversorgung sei ein lokales Produkt. Die Wasserversorgungsgesellschaft sei gut aufgestellt, mache Gewinne und garantiere einen niedrigen Preis für die Sankt Augustiner Bevölkerung. Die Wasserversorgungsgesellschaft habe sich entschieden nicht selbst im Gas- und Strommarkt aktiv zu werden. Daher habe man auch kein eigenes Angebot abgegeben.
Marc Knülle: "Die Entscheidung über die zukünftige Energiepolitik ist von großer Tragweite und muss gut überlegt sein. Daher beschäftigt sich meine Fraktion sehr intensiv und frühzeitig mit diesem Thema. Unser Ziel ist es eine sichere und verlässliche Energieversorgung für die Bevölkerung sicherzustellen, die einen vertretbaren Preis hat. Die Preiserhöhungen der jüngsten Vergangenheit haben gezeigt, wie wichtig es sein kann nicht mit den Falschen zusammenzuarbeiten. Wir wollen keine Preiserhöhungen für unsere Bürgerinnen und Bürger. Daher muss die richtige Entscheidung in dieser Zukunftsfrage getroffen werden. Wir tun alles, um dem gerecht zu werden. Die Bürger stehen dabei im Mittelpunkt der Überlegungen für uns."

Helga Reese
Pressesprecherin


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