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Pressemitteilung:

Sankt Augustin, 19. September 2006

Kinderarmut in Sankt Augustin

Die SPD-Fraktion ist empört über die Ausgrenzung von Kindern aufgrund von Armut in Sankt Augustin.
Die Armut von Kindern wird in den Schulen sehr schnell sichtbar, erkennbar schon an kleinen Dingen. Bei einem geplanten Museumsbesuch der Schulklasse melden Eltern ihre Kinder „krank“. Wenn die Klassenfahrt ansteht, fehlen Schüler. Die Fördervereine können kaum allen gerecht werden, obwohl sie schon bereits das eine oder andere Mal einspringen für den Staat.

Wirklich schwerwiegend ist jedoch, dass Hartz IV Empfänger vom Arbeitslosengeld II, den bisher von der Kommune gezahlten Zuschuss für die Anschaffung von Büchern von rund 38 Euro nicht mehr erhalten. Immer häufiger fehlt Eltern das Geld für die Ausstattung ihrer Kinder. Haben die Eltern kein Geld, kommen die Kinder oft ohne das Unterrichtsmaterial in die Schule. Eine zunehmende Stigmatisierung der Schüler ist kaum aufzuhalten.
Der tägliche Umgang der Kinder in der Schule macht an Kleinigkeiten sehr schnell deutlich, dass das entsprechende Geld fehlt. So auch beim auch beim Mittagessen. Wo oft die Kinder aus Hartz IV Bedarfgemeinschaften mit mitgebrachten Broten neben den übrigen Kindern mit einem warmen Mittagessen sitzen und zusehen dürfen.

Die Schere zwischen arm und reich öffnet sich immer weiter. Die Kinder armer Familien sind gestörter, lernunwilliger und auch in der Beherrschung ihrer Muttersprache erschreckend eingeschränkter, als in früheren Zeiten. Besserung ist nicht in Sicht. Verschärfend kommt hinzu, dass es kaum öffentliche Unterstützung in Gestalt von Betreuungs- und Förderangeboten in Sankt Augustin gibt.

Die Not der Kinder geht alle Bürger und Bürgerinnen unserer Stadt an. Die SPD-Fraktion setzt sich dafür ein und stellt eine zukunftsfähige Kinder- und Jugendpolitik in Sankt Augustin in Mittelpunkt des Antrages.


Helga Reese
Pressesprecherin

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